Ausbildung
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Fachkraft Gesundheit

Das Berufsbild der Fachkraft Gesundheit (FaGe) ist sehr vielfältigSie begleiten, pflegen und betreuen hilfsbedürftige Menschen bei Erkrankungen und in ihrem Alltag. Sie helfen bei der Körperpflege, übernehmen medizinaltechnische Aufgaben wie Blutdruckmessung und das Verabreichen von Medikamenten. Administrative und organisatorische Arbeiten gehören ebenso zu Ihren Tätigkeiten.

 

Voraussetzungen

  • guter bis sehr guter Schulabschluss der Sekundarstufe
  • Für eine verkürzte Lehre zur FaGe wird eine erfolgreich abgeschlossene Erstausbildung als Assistenz Gesundheit und Soziales benötigt.

 

Anforderungsprofil

  • Kontaktfreudigkeit, Teamplayer
  • psychische und physische Belastbarkeit
  • Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein

 

Aufbau Grundbildung

Die Grundbildung dauert drei Jahre (verkürzt zwei Jahre) und findet an drei Lernorten statt: im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Kursen (ÜK). Die Berufsschule besuchen die Lernenden während der Woche. Es ist zudem möglich, die Berufsmatur innerhalb der Ausbildung zu erlangen – hierfür gelten besondere Bedingungen.

Diplomierte Pflegefachkraft HF

Sie pflegen, organisieren und koordinieren die Pflegemassnahmen und die Betreuung. Die Pflege wird von Ihnen auf die – sich möglicherweise oft verändernde – Patientensituation abgestimmt. Für die Patienten, deren Angehörige und das medizinische Fachpersonal sind Sie die zentrale Ansprechperson.

 

Voraussetzungen

  • erfolgreicher Abschluss einer mindestens dreijährigen beruflichen Grundbildung EFZ (vorzugsweise aus einem medizinischen oder anverwandten Beruf) oder
  • Fachmittelschule bzw. gymnasiale Maturität sowie
  • bestandene Eignungsabklärung
  • Anstellungsvertrag des Betriebs und Ausbildungsvertrag an der BZG

 

Anforderungsprofil

  • hohe Belastbarkeit, Geduld sowie Einfühlungsvermögen
  • Bereitschaft für unregelmässige Arbeitszeiten
  • psychische und physische Leistungsfähigkeit

 

Aufbau HF-Studium

Das HF-Studium ist ein dualer Studiengang und findet zu 50 Prozent an der Schule und zu 50 Prozent in der beruflichen Praxis statt. Das Studium dauert insgesamt drei Jahre in Vollzeit oder bei entsprechender Vorbildung verkürzt zwei Jahre. Als HF-Studierende/-r bewerben Sie sich über die Bewerberplattform der BZG (dort finden Sie auch alle Zulassungsbedingungen) und werden dann im Auswahlverfahren direkt vom Unternehmen rekrutiert. Bevor es zu einer finalen Einstellung kommt, muss das Prüfungskomitee des BZG Ihrer Einstellung zustimmen.

Diplomierte Pflegefachkraft FH (Bachelor)

Pflegefachkräfte mit Bachelordiplom verfügen über eine generalistische Ausbildung und vertiefte Kenntnisse in der professionellen Pflege sowie im Umgang mit Auswirkungen von Krankheiten und Therapien. Sie gehen gezielt auf die Bedürfnisse der Patienten sowie von deren Familien ein und begründen ihr Handeln wissenschaftlich fundiert. Als interdisziplinäre Partner arbeiten sie auch mit anderen Berufsgruppen zusammen.

 

Voraussetzungen

  • Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität sowie
  • bestandene Eignungsabklärung
  • Zusätzlich muss vor Studienbeginn ein zweimonatiges Vorpraktikum (Zusatzmodul A) absolviert werden. (Dieses Vorpraktikum ist Zulassungsbedingung und muss von allen Interessierten bis vor Studien­beginn absolviert werden. Für bestimmte bereits absolvierte Berufsausbildungen im Gesundheits­wesen kann das Vorpraktikum anerkannt werden.)

 

Anforderungsprofil

  • kommunikative Fähigkeiten, Kontaktfreudigkeit, Konflikt- und Teamfähigkeit
  • Fähigkeit zu Selbstreflexion und -entwicklung
  • Belastbarkeit und Ausdauer

 

Aufbau FH-Studium

Das Hauptstudium dauert drei Jahre, daran schliesst ein zehnmonatiges Zusatzmodul in der Praxis an, das der Vertiefung der neuen Berufsrolle dient. Zwei Drittel des Studiums absolvieren die Studierenden an der Berner Fachhochschule (BFH), im restlichen Drittel leisten sie studienbegleitende Praxisarbeit in Gesundheits­institutionen. Die FH-Studierenden erhalten für die Praktikumszeit einen Anstellungsvertrag mit dem jeweiligen Unternehmen.

Besonderheit: Seit Herbst 2018 bietet die BFH in Zusammenarbeit mit dem BZG Bildungszentrum Gesundheit Basel-Stadt den Bachelorstudiengang in Pflege an. Die Studierenden werden circa 60 Prozent ihres Studiums einerseits am BZG und andererseits in der Praxisinstitution absolvieren. Rund 40 Prozent des Studiums finden an der BFH statt, wo die Studierenden auch immatrikuliert sind.

Physiotherapeut FH (Bachelor)

Als Physiotherapeut behandeln Sie eigenverantwortlich Menschen, die nach einem Unfall, einer Operation oder wegen einer akuten oder einer chronischen Krankheit in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Darüber hinaus verfügen Sie über ein umfassendes Fachwissen über Bau und Funktionen des gesunden und des kranken Menschen, speziell des Bewegungsapparats.

 

Voraussetzungen

  • Berufsmaturität; Fachmaturität (vierjährig) oder gymnasiale Maturität
  • spezifischer Abschluss Stufe Höhere Fachschule und Höhere Fachprüfung

 

Anforderungsprofil

  • überdurchschnittliche Sozial- und Selbstkompetenz
  • ausgeprägte taktile und manuelle Fertigkeiten
  • vielfältige Bewegungserfahrung und Interesse am Thema Bewegung

 

Aufbau FH-Studium

Das Bachelorstudium Physiotherapie ist im Moment als Vollzeitstudium aufgebaut. Das Hauptstudium dauert drei Jahre, daran schliesst ein obligatorisches neun- bis zehnmonatiges Zusatzmodul in klinischer Praxis an. Ungefähr zwei Drittel des Hauptstudiums absolvieren Sie an der Berner Fachhochschule (BFH),  im restlichen Drittel leisten Sie studienbegleitende Praxisarbeit in Gesundheitsinstitutionen wie etwa Spitälern.

Ergotherapeut FH (Bachelor)

Sie leiten Patienten gezielt zu Tätigkeiten an, mit deren Hilfe sie eine grösstmögliche Selbstständigkeit im Beruf und Alltag wiedererlangen. Sie unterteilen Abläufe oder Bewegungen in Teilschritte und passen diese den Fähigkeiten und Einschränkungen der Patienten an, damit sie ihre Handlungsfähigkeit Schritt für Schritt aufbauen können.

 

Voraussetzungen

  • Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität sowie
  • gute Englischkenntnisse und
  • eine bestandene Eignungsabklärung und
  • ein absolviertes Vorpraktikum (je nach Ausbildungsanbieter)

 

Anforderungsprofil

  • Einfühlungsvermögen und Geduld
  • handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten
  • selbstständige Arbeitsweise

 

Aufbau FH-Studium

Das Bachelorstudium dauert drei Jahre und besteht zu ungefähr zwei Dritteln aus Unterricht an der Fachhochschule (ZHAW Winterthur) und zu einem Drittel aus Praktika in ergotherapeutischen Fachbereichen.

Logopäde FH (Bachelor)

Sie unterstützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene darin, Barrieren in der Kommunikation mit anderen zu überwinden und sich in der persönlichen Ausdrucksfähigkeit weiterzuentwickeln. Das Studium führt Sie in die Welt der Sprache und der Kommunikation. Im Studium setzen Sie sich mit linguistischen, psychologischen, erziehungswissenschaftlichen und medizinischen Wissensinhalten auseinander.

 

Voraussetzungen

  • gymnasiale Maturität
  • EDK-anerkanntes Lehrdiplom
  • Fachhochschulabschluss

 

Anforderungsprofil

  • Einfühlungsvermögen und gute Beobachtungsgabe
  • Musikalität und belastungsfähige Stimme
  • gutes Deutsch (in Laut und Schrift) und dialektneutrale Aussprache

 

Aufbau FH-Studium

Erforderlich sind vor Studienbeginn die phoniatrische und logopädische Eignungsprüfung sowie ein mindestens sechsmonatiges Praktikum im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen respektive Erwachsenen. Die Praktikumsdauer wird zwischen den beiden Bereichen im Verhältnis von circa einem Drittel zu zwei Dritteln aufgeteilt.

Im ersten Studienjahr erarbeiten Sie die Grundlagen in allen Wissensgebieten und Handlungsfeldern der Logopädie. In den weiteren Semestern werden die logopädischen Kompetenzbereiche vertieft und die Fähigkeiten zum Erkennen von Kommunikationsbarrieren und zur Förderung, Therapie und Evaluation erweitert.

Sozialberater FH (Bachelor)

Als Student im Bereich sozialer Arbeit befassen Sie sich mit einzelnen Menschen, mit Familien und Gruppen in Problemsituationen und erschwerten Lebenslagen, mit Organisationen und komplexen sozialen Systemen sowie politischen, rechtlichen und ökonomischen Bedingungen. Fachkräfte der sozialen Arbeit wirken im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft. Sie intervenieren mit gezielten Massnahmen, wenn die eigenständige Lebensbewältigung und die soziale Integration bedroht, eingeschränkt oder verunmöglicht sind.

 

Voraussetzungen (Teilauszüge)

  • anerkannte Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität
  • Abschluss einer anerkannten dreijährigen Wirtschafts- oder Handelsmittelschule
  • Diplom einer Höheren Fachschule
  • Nachweis einer anderweitig erworbenen, gleichwertigen allgemeinbildenden Ausbildung (Äquivalenz Berufsmatura AKAD)
  • IMS-F-Zertifikat Rudolf-Steiner-Schule
  • Bei Personen über 30 Jahre, die keinen dieser Abschlüsse vorlegen können, gilt die Äquivalenz für den Nachweis einer anerkannten Vorbildung als erbracht, wenn sie ein Dossier (ASD Villari) vorlegen, das von der Fachkonferenz der Hochschulen in Sozialer Arbeit anerkannt ist.

 

In allen Fällen muss der Nachweis einer mindestens einjährigen qualifizierten Arbeitspraxis erbracht werden. Diese muss mindestens sechs Monate Arbeitserfahrung im Praxisfeld der sozialen Arbeit beinhalten. Bei einer bereichsspezifischen Vorbildung (Fachkraft Betreuung mit Berufsmatur, Fachmaturität Soziales oder Höhere Fachschule für Sozialpädagogik) entfällt das sechsmonatige Vorpraktikum im Bereich der sozialen Arbeit.

 

Anforderungsprofil

  • Fähigkeit zu aufmerksamem Zuhören und gute Beobachtungsgabe
  • überdurchschnittliche personelle und soziale Kompetenzen
  • lösungsorientierte Arbeitsweise und Organisationstalent

 

Aufbau FH-Studium

Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW hat ein Kompetenzprofil entwickelt, auf dem das Bachelorstudium in sozialer Arbeit aufbaut. Die Studierenden erwerben im Studium Fachwissen auf zehn Gebieten und entwickeln acht Kompetenzen, die zur Professionskompetenz führen. Die Kompetenzen gliedern sich in Fach- und Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz. Das Vollzeitstudium dauert in der Regel drei Jahre und enthält zwei Praktika à sechs Monate.

Ernährungsberater FH (Bachelor)

Bei Ihrer Arbeit als Ernährungsberater beraten, unterstützen und schulen Sie gesunde und kranke Klienten in Ernährungsfragen aller Art. Es gilt, gemeinsam mit den Klienten Wege zu einer gesunden Ernährungs­weise zu finden und dabei komplexe Situationen zu meistern. Zudem übernehmen Sie Verantwortung für die Planung, Durchführung und Überwachung von klinischen Ernährungstherapien sowie Einzel- und Gruppenberatungen.

 

Voraussetzungen

  • Berufsmaturität; Fachmaturität (vierjährig) oder gymnasiale Maturität
  • spezifischer Abschluss Stufe Höhere Fachschule und Höhere Fachprüfung

 

Anforderungsprofil

  • grosses Interesse an den Themen Ernährung und Essverhalten
  • Verantwortungsbewusstsein und selbstständige Arbeitsweise
  • Geduld und schnelle Auffassungsgabe

 

Aufbau FH-Studium

Das Studium ist als Vollzeitstudium aufgebaut. Das Hauptstudium dauert drei Jahre, daran schliesst ein obligatorisches zehnmonatiges Zusatzmodul in der Praxis zur Erlangung der Berufsbefähigung an. Ungefähr zwei Drittel des Studiums absolvieren Sie an der Berner Fachhochschule, rund ein Drittel erfolgt als Praktika in den verschiedenen Arbeitsfeldern.

Koch

Als Koch planen Sie den Tagesablauf, nehmen frische und vorbereitete Produkte entgegen und kontrollieren deren einwandfreie Qualität. Sie lernen in der Ausbildung, wie man aus hochwertigen saisonalen Lebensmitteln schmackhafte Speisen zubereitet und sie auf dem Teller attraktiv anrichtet. Köche beherrschen verschiedene Garmethoden wie Dämpfen, Schmoren, Gratinieren und vieles mehr.

 

Voraussetzung

  • abgeschlossene Volksschule mit guten bis sehr guten Leistungen
  • Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil

 

Anforderungsprofil

  • Interesse an Ernährung und Lebensmitteln
  • Kreativität
  • Stressresistenz
  • hohes Hygienebewusstsein und ausgeprägte Ordnungsliebe

 

Aufbau Grundbildung

Bei der betrieblich organisierten Grundbildung schliessen Sie mit dem Unternehmen einen Lehrvertrag ab. Sie arbeiten in den drei Jahren Ausbildung im Betrieb und besuchen einmal wöchentlich die Berufs­fachschule, wo die nötige Theorie vermittelt wird. Nach drei Jahren schliessen Sie mit dem eidgenössischen Fähigkeits­zeugnis ab. Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufs­maturitätsschule besucht werden.

Diätkoch

Sie lernen in Ihrer Ausbildung, wie Gesundheit und Wohlbefinden mit entsprechender Ernährung gesteigert werden können. Bei Personen mit bestimmten Erkrankungen, Lebensmittelallergien oder Mangeler­nährungen ist eine angepasste Ernährung besonders wichtig. Für diese Zielgruppen bereiten Sie Speisen gemäss ärztlicher Verordnung oder im Rahmen einer Ernährungstherapie zu.

 

Voraussetzung

  • abgeschlossene Lehre als Köchin/Koch EFZ
  • Lehrvertrag Betrieb

 

Anforderungsprofil

  • Interesse an Ernährungsfragen sowie Freude am Umgang mit Lebensmitteln und am Kochen
  • Fähigkeit zur Koordination von diversen Arbeitsabläufen
  • hohes Hygienebewusstsein
  • Belastbarkeit in hektischen Situationen

 

Aufbau Zusatzgrundbildung

Die praktische Ausbildung findet im Lehrbetrieb statt und die Berufsschule wird einmal wöchentlich in Zürich besucht. Darüber hinaus finden zusätzlich überbetriebliche Kurse statt, in denen das praktische Erlernen und Üben beruflicher Grundlagen im Zentrum stehen. Sie können die Zusatzlehre auch erst nach einigen Jahren Berufserfahrung absolvieren.

Praktikumsstelle für Absolventen der WMS – kaufmännischer Abschluss

Kaufleute erfüllen eine Vielzahl von Aufgaben, unter anderem die Archivierung von Geschäftsunterlagen und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Sie erteilen mündlich und schriftlich Auskunft an Mitarbeitende und Kundschaft, verteilen die eingehende Post, verpacken und frankieren Briefe sowie Pakete und führen Adress- oder andere Datenbanken. Darüber hinaus sind sie in das Tagesgeschäft eingebunden, stehen in direktem Kontakt mit der Kundschaft und wickeln Aufträge ab.

 

Voraussetzungen

  • abgeschlossene Volksschule; oberste Schulstufe mit guten Leistungen oder mittlere Schulstufe und Zusatzschuljahr mit guten Leistungen in den Kernfächern
  • Tastaturschreiben (Fertigkeit muss vor Ausbildungsbeginn erworben werden)

 

Anforderungsprofil

  • Fremdsprachenkenntnisse, Flair für Zahlen
  • gute Auffassungsgabe, ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein
  • Organisationstalent und Zuverlässigkeit

 

Aufbau Praxisausbildung

Die Ausbildung an der Wirtschaftsmittelschule (WMS) wurde der kaufmännischen Berufslehre angeglichen und praxisorientierter gestaltet. Unser Zentrum hat mit «Praktikumplus» einen Rahmenvertrag und stellt für die Schüler der WMS jedes Jahr einen Praktikumsplatz zur Verfügung. Das zwölfmonatige Praktikum, bei dem man sich in verschiedenen Abteilungen die geforderten Kompetenzen aneignet, gehört fest zur Ausbildung. Nach erfolgreichem Praktikum und der schulischen Prüfungen erlangt man das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) und das kaufmännische Berufsmaturitätszeugnis.